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Genau dieser Unterschied erklärt, warum sich ein Angebot „50 Freispiele ohne Einzahlung“ bei einem Anbieter mit deutscher GlüStV-Lizenz so anders anfühlt als bei einer Plattform, die nur eine Curacao-Lizenz im Impressum trägt. Wer die Bedingungen liest, merkt es nicht sofort. Rechnet man aber die Kostenstruktur hinter den Kulissen durch, erkennt man: Das eine ist ein kalkulierter Marketingaufwand, das andere ein – zumindest für den deutschen Markt – rechtlich heikler Lockvogel.

In Deutschland ist das Geschäftsmodell für Online-Slots nämlich nicht nur über RTP, Werterspiel oder Einsatzlimits definiert. Seit Juli 2021 greift die Sonderregel im Glücksspielstaatsvertrag: Pro Euro Umsatz am Slot zahlen lizenzierte Anbieter 5,3 Prozent Steuer an den deutschen Fiskus. Klingt abstrakt, hat aber direkte Folgen für Freispiel-Aktionen. Denn diese Steuer wird nicht vom Gewinn abgezogen, sondern vom gesamten Spieleinsatz. Auch dann, wenn der Einsatz aus einem Bonus stammt, den der Spieler nicht selbst bezahlt hat.

Ein Beispiel: Ein Anbieter vergibt 50 Freispiele ohne Einzahlung. Jeder Spin hat einen Wert von 0,20 Euro. Das ergibt ein Spielvolumen von 10 Euro. Für diese 10 Euro führen deutsche Anbieter 53 Cent Steuer ab – noch bevor der erste Gewinn ausgezahlt oder weitergespielt wurde. Angenommen, der Slot hat einen RTP von 96,5 Prozent. Dann fließen im Schnitt 9,65 Euro in Form von Gewinnen zurück. Der Anbieter trägt also gleich zwei Kosten: die 53 Cent Steuer und die erwartete Auszahlung. Für den Spieler stehen nominal 50 Freispiele auf dem Papier, wirtschaftlich betrachtet kostet die Aktion den Anbieter etwa 10,18 Euro – bei einem Slot mit 96,5 Prozent theoretischer Rückzahlung. Ein Spieler, der alles durchspielt, bekommt im glatten Durchschnitt knapp unter 9,65 Euro daraus. Dazu später mehr, denn jetzt kommt der eigentliche Hebel: die Umsatzbedingungen.

### Warum Umsatzbedingungen alles verändern

Die meisten Verbraucher lesen „50 Freispiele ohne Einzahlung“ und erwarten einen kostenlosen Geldbetrag. Tatsächlich definieren die Bonusbestimmungen, dass Gewinne aus Freispielen zuerst als Bonusguthaben gebucht werden. Dieses Guthaben muss eine bestimmte Anzahl von Malen umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Üblich sind Faktoren zwischen 25 und 45, manchmal auch mehr. Hier werden aus scheinbar geschenkten 10 Euro schnell mehrere hundert Euro an Wetteinsatz.

Konkret: Du gewinnst mit deinen Freispielen 10 Euro. Die Bedingung lautet 35x Umsatz auf den Gewinn – nicht auf die Freispielsumme. Du musst also 350 Euro in Spielen umsetzen, ehe das Guthaben als auszahlbares Echtgeld gilt. Bei einem Slot mit 96,5 Prozent RTP verlierst du über diese Strecke statistisch etwa 3,5 Prozent von 350 Euro – rund 12,25 Euro. Damit liegt der Erwartungswert am Ende unter null. Das ist kein Bug, sondern Feature. Ein Bonus dieser Art ist so konstruiert, dass der Anbieter im Mittel eher gewinnt als verliert.

Lizenzierten Anbietern in Deutschland

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